Unser Projekt "Denkmal und Schule" im Schuljahr 2011/12


"Denkmale sind beredte Zeugen unserer Kultur in Gegenwart und Vergangenheit" - so Dr. Ludwig Spaenle in seinerm Vorwort von  "Erlebnis Denkmal - Projekte zur Denkmalpflege an bayerischen Schulen".

Ziel dieses Projektes ist es, Kinder altersgemäß an den sensiblen Umgang mit Denkmalen heranzuführen und zu erkennen, auf welche Weise Denkmale unser Leben bereichern.

Der Schlüssel dazu ist die Kooperation von Schule und Denkmalexperten, das effektive Zusammenarbeiten von Lehrern und Architekten. Da in der dritten Klasse die Beschäftigung mit der näheren Heimat auf dem Lehrplan steht, haben der Architekt Wolfgang Weise, Vertreter des Kultusministeriums sowie des Wissenschafts-ministeriums dieses Projekt vor sechs Jahren initiiert.

Da der Regensburger Architekt Peter Troppmann ein denkmalgeschütztes Haus in der Bothmerstraße (die zum Schulsprengel der Billrothschule gehört) saniert, wandte er sich an die Schulleitung. Diese wiederum wählte die Klasse 3a als "Projektteilnehmer" aus.

Nachdem sich die Schüler der 3a intensiv mit dem Denkmalbegriff auseinandergesetzt hatten, besuchte Herr Troppmann die Klasse, stellte sich und seinen Beruf vor und festigte auf anschauliche Weise die Vorstellung der Kinder von Denkmalen.

Eine Woche später erforschten die jungen "Bauforscher" ihr Denkmal, das Haus des Stadtrats Brehm in der Bothmerstraße, mit "allen Sinnen". Sie durften fühlen, lauschen, mussten genau betrachten und vergleichen, durften messen und singen. Als Belohnung winkte ein Button, der sie als "Bauforscher" auszeichnete sowie Brezen und Getränke, die der Hausherr spendierte.


Danach gestaltete jeder sein eigenes Faltmodell der Villa.

Im Unterricht wurde noch ein geschichtlicher Abriss vorgenommen. Wie sah Mögeldorf zur Zeit des Villenbaus 1936 aus?

Als eigentlicher "Höhepunkt" des Projektes erwies sich dann die Übergabe der Unterlagen an den Hausherrn Sebastian Brehm und den Architekten Troppmann.

Die Kinder freuten sich über die Beteiligung der Nürnberger Presse sowie des Mögeldorfer Mitteilungsblattes. Herr Brehm versprach den Kindern, dass diese "ihr" Denkmal nach der Sanierung noch einmal wiedersehen dürfen.

Alles in allem ein gelungenes Projekt, durch das nicht nur die Schüler, sondern alle Beteiligten ihren Erfahrungshorizont erweitern durften.

Doris Hausmann, Lehrerin der Klasse 3a